
Ein bisschen aus dem Nähkästchen …
Heute möchte ich euch mal ein bisschen mit in meinen Arbeitsalltag nehmen.
Denn manchmal entstehen die intensivsten Begegnungen ganz ungeplant. Keine lange Vorbereitung, kein klassischer Coachingtermin. Sondern eine Situation, in der ein Mensch gerade Unterstützung braucht.
So war es auch vor Kurzem.
Eine Frau hatte während ihrer Arbeit eine Situation erlebt, die plötzlich eskalierte. Ein Mensch, mit dem sie beruflich zu tun hatte, verhielt sich zunehmend bedrohlich.
Und dieser Moment hatte etwas mit ihr gemacht.
Bevor wir mit unserem 1:1 #Breathwork #Coaching begonnen haben, hatte bereits ein professionelles Auffanggespräch stattgefunden, bei dem ich dabei sein durfte. So konnte ich sie schon ein bisschen kennenlernen und wahrnehmen, wie sie über das Erlebte sprach und was sie gerade beschäftigte.
Und dann saß da einfach ein unglaublich liebenswerter Mensch vor mir.
Wir hatten vom ersten Moment an eine sehr angenehme Atmosphäre miteinander. Es war offen, ruhig und irgendwie ganz natürlich. Die Verbindung war einfach da.
Bevor wir überhaupt mit dem Atmen begonnen haben, haben auch wir noch einmal gesprochen.
Über die Situation. Über ihre #Emotionen. Über #Ängste, die seitdem aufgekommen waren und schon in ihren privaten Alltag hineinreichten.
Denn genau das gehört für mich zu einem 1:1 Breathwork Coaching dazu.
Ich arbeite nicht einfach eine #Atemtechnik ab.
Ich möchte wissen: Wer sitzt da eigentlich vor mir? Was braucht dieser Mensch gerade? Was fühlt sich heute gut an? Und wo braucht es vielleicht einfach ein bisschen Sicherheit?
Und dann sind wir langsam aus dem Reden ins Spüren gegangen.
Wir haben mit verschiedenen Atemtechniken gearbeitet, bewusst in kürzeren Sequenzen von ungefähr zehn Minuten.
Über mein Mikro und Kopfhörer habe ich sie dabei die ganze Zeit begleitet.
Mit meiner #Stimme. Mit dem Atem. Und immer wieder auch mit kleinen Erlaubnissen.
Du darfst deine Schultern sinken lassen.
Du darfst loslassen.
Du bist okay, genauso wie du bist.
Du bist hier sicher.
Denn ihre Schultern waren immer wieder weit nach oben gezogen. Da war noch so viel Spannung.
Und es war wunderschön zu beobachten, wie sie im Laufe der Session immer mehr zulassen konnte. Wie die Schultern langsam sanken. Wie sie weicher wurde. Wie sich etwas veränderte.
Und dann war unsere gemeinsame Zeit plötzlich schon vorbei.
Sie kam langsam wieder zurück, atmete ein und sagte:
„Das ist so krass. Ich kann endlich mal wieder richtig bis zum Ende durchatmen.“
Dieser Satz ist mir geblieben.
Weil es manchmal gar keinen riesigen, spektakulären Moment braucht.
Manchmal sitzt da einfach ein Mensch, der nach einer belastenden Erfahrung plötzlich wieder merkt, dass der Atem tiefer gehen kann.
Dass da wieder Platz ist.
Platz zum Atmen. 🩷🪷




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